Unser Haupturlaub 2010 führte uns diesmal wieder nach Bali. Nach 2005 und 2006 sollte es unser erster Tauchurlaub auf dieser schönen Insel werden. Als Ziel hatten wir uns Tulamben im Osten der Insel ausgesucht.

Wir wussten von Anfang an das es dort nix anderes gibt - ausser tauchen. Aber das war genau das was wir wollten.

Nach anstrengenden 30 Std. von Frankfurt über Bangkok nach Denpasar sind wir endlich in Tulamben angekommen. Der Flug mit Thai Air war nicht so toll wie mit Singapore Airlines. Es fehlte das Inseat Intertainment, kurz gesagt keine Filme oder Musik. Nur das was wir auf unserem Ipod hatten. Das nächste mal auf jedenfall wieder Singapore Airlines, auch wenn’s teurer ist.

Unser Hotel war das Matahari Tulamben Beach Ressort. Durch div. Bewertungen im Taucher.net hatten wir uns für dieses entschlossen. Letztendlich auch weil man uns einen guten Preis machte. Wir haben für 16 Tage / 15 Nächte incl. 10 Tage Non Limit tauchen pro Person 750,00 Euro bezahlt. Nachdem wir nun dort nach gut 30 Std.. Anreise angekommen sind, holte uns die indonesische Realität ein. Im dunkeln sehen alle Hotelzimmer gut aus. Das Zimmer war klein und mit einem kleinen Doppelbett, einem kleinen Schrank incl. Safe und ganzen 4 Bügeln! ausgestattet. Kaum Platz im Schrank um seine andere Wäsche unter zu bringen. Wir lebten teilweise aus dem Koffer. Des Weiteren gab es noch eine kleine Ablagefläche, die allerdings für unsere Kameras reserviert war, und ein Bad. Das Bett war knüppelhart, wenn Steffen sich umdrehte musste ich aufpassen das ich nicht auf der anderen Seite herausplumpste. Das ist wohl das Los welches man gezogen hat seitdem man in einem Wasserbett schläft ;o))

Das Zimmer ist klein und zweckmässig. Allerdings wenn es so wie bei uns 1 Woche lang geregnet hat, wünscht man sich doch ein etwas grösseres Zimmer um die Zeit zwischen den TG gut zu überbrücken.

Morgens haben wir an der Basis eingecheckt, alles total easy, nur Brevet gezeigt und die Sache war für indonesische Verhältnisse geklärt. Unsere TTU wollte keiner sehen
Mit dem Guide Ketut haben wir dann den ersten TG gemacht. Auch hier kein Briefing oder Checkdive. Wir vermuten wenn jemand mit CMAS** nach Indonesien kommt dann wird angenommen das er auch tauchen kann. :o))

Vor dem Hotel gab es 3 Tauchplätze, nach rechts geht es zum Drop Off. Eine sehr schöne Steilwand die bis auf Ca. 70 m. abfällt. Dort gibt es sehr schönen Korallenbewuchs, Makrelenschwärme, jede menge Doktorfische, Schnecken, Pygmaenseepferdchen und die üblichen Verdächtigen.

Geradeaus vom Hotel geht es in den Coral Garden, dieser fängt direkt am Strand an und geht bis auf über 30 m in die Tiefe. Dort gibt es alles was das Taucherherz begehrt. Sehr große Feuerkorallen, Hartkorallen, Weichkorallen, Geistermuränen und die üblichen Riff-Fische und jede Menge Nacktschnecken. Ein paar Schwarzspitzenriffhaie wohnt auch dort. Auf einer Tiefe von Ca. 23 - 25 m gibt es mehrere Putzerstationen mit Muränen, Durban Tanzgarnelen und Putzergarnelen.

Vom Hotel aus nach links, etwas nach 300 m geht es zum Wrack der U.S.A.T Liberty. Ein Frachtschiff welches im II. Weltkrieg von den Japanern versenkt wurde. Die Indonesier hatten das havarierte Schiff dann an den Strand geschleppt um es auszuschlachten. Nach dem Ausbruch des     Mt. Agung im Jahre 1963 wurde es mit der ins Meer fliesenden Lava wieder zurück in selbiges geschoben. Im laufe der Jahre entwickelte es sich zu einem tollen Korallenriff. Hier kam uns direkt zur Begrüssung ein Napoleon entgegen. Das Wrack fängt bei Ca. 5m tiefe an und endet bei        Ca. 30 m. Am Wrack wohnt auch ein alter Barrakuda, der zahm sein soll. Nach dem Anblick seiner Zähne würde ich mal behaupten das man einen gewissen Respekt haben sollte, auch wenn andere sagen das er zahm ist.

Beim Early Morning Dive um 06:30 Uhr kamen wir in den Genuss die Bumpheads (Büffelkopfpapageienfische) zu sehen. Ein Augenschmaus, diese riesigen Tiere mit ihrem etwas zu gross geratenen Gebiss. Als wir auf sie zu tauchten machte einer von ihnen sogar eine Rolle seitwärts :o)

Einen Tag sind wir wieder in das Dorf unseres kleinen balinesischen Freund Nyoman und seiner Familie gefahren. Die Wiedersehensfreude war auf beiden Seiten gross. Es ist ja schon 4 Jahre her das wir uns das letzte mal sahen.  Auch dieses mal hatten wir einige Geschenke mitgenommen.

Zur Begrüssung bekamen wir eine frisch geschlagene Kokosnuss serviert, dann gab es noch gedämpfte Bananen. Auch diesmal wurde uns ein Mittagessen serviert, gebratene Nudeln, weisser Reis und irgend etwas undefinierbares in Palmenblätter.

Nach einem kurzen Weg über die einzige Strasse die durch Tulamben führt haben wir den Safety-Stop gefunden. Ein Restaurant welches Ralf gehört. Ralf ist vor 5 Jahren nach Bali ausgewandert und hat mittlerweile eine Indonesierin geheiratet. Ralf ist gerade dabei hinter dem        Safety-Stop 4 Bungalows zu bauen. Das was wir bis dahin von den Bungalows gesehen haben, lässt keine Wünsche offen. Einen grossen Raum in dem das Bett und ein grosser Schrank steht. Es gibt ein halb offenes Bad mit Waschtisch und Toilette und ein ganz offene Dusche. Klima wird es auch noch geben. Zwischen den 4 Bungalows entsteht ein Pool.

Das essen im Safety-Stop ist nur zu empfehlen, nachdem wir 3 Abende im Matahari gegessen haben, sind wir danach nur noch zu Ralf gegangen. Für die Gäste im Safety-Stop ist auch Wi-Fi kostenfrei.

Ralf stellte auch den Kontakt zu Ric her, der nebenan die Tauchbasis Ocean Sun Divers betreibt. Mit Ric sind wir dann auch zum Manta Point gefahren, da diese Tour nicht vom Matahari angeboten wurde. Der Manta Point war schon ein klasse Erlebnis. Das erste mal das wir Mantas live gesehen haben, bis zu 7 Stück.

Da meine Ohren irgendwann nach dem Marathontauchen keine lust mehr auf Funktionalität hatten, sind wir einen Tag mit Ralf nach Sanur gefahren. Selbstverständlich sind wir auch im Bonsai Cafe gewesen um unseren balinesischen Freund noch einmal zu sehen.

Irgendwann geht auch der schönste Urlaub mal zu Ende. Unser Rückflug ging wieder mit Thai Air über Bangkok nach Frankfurt und anschliessend noch mit dem Auto nach Hause.

Der Flug nach Bangkok ging gut vorüber. In Bangkok selber hatten wir 4 Std. Aufenthalt die wir uns mit essen und trinken vertrieben.            Unser Weiterflug sollte um 23:45 Uhr Ortszeit weitergehen. Doch leider gab es ein heftiges Unwetter über Bangkok, sodass der Kapitän durchsagte das wir noch bis 01:30 Uhr warten müssten, da es unmöglich wäre zu starten. Der Blick auf das Rollfeld bestätigte seine Aussage. Das Wasser stand Ca. 15 cm hoch auf dem Rollfeld. Ich hab mit dann meine Decke geschnappt und etwas die Augen zu gemacht.

Irgendwann wurde ich wach und Steffen meinte zu mir, du hast den Start einer Boing 747/400 verschlafen. Und?????  Ist das so aussergewöhnlich. Ja, meinte er, denn die klappert und rappelt doch ordentlich und man wird richtig in den Sitz gedrückt. Ich hab von dem Start nix mitbekommen  ;o))

Alles in allem war es ein total gelungender Urlaub mit vielen Eindrücken und Fotos.