Der zweite Urlaub dieses Jahr brachte uns nach Embudu Village vom 14.08.2010 – 28.08.2010

Airline:

Wir sind mit einem Airbus 330-200 von Air Berlin von Düsseldorf aus Nonstop nach Male geflogen.          Wir hatten einen Nachtflug, den ich als sehr angenehm empfand. Da wir die Air Berlin Karte haben gab es auch mit dem Tauchgepäck keinerlei Probleme.

Das Essen und der gesamte Service an Bord waren sehr gut. Jeder hatte ein Kissen und eine Decke sowie ein Nightbag ( Schlafmaske, Socken, Zahnbürste und Ohrenstöpsel ) auf seinem Sitz liegen. Es gab ein Abendessen mit Wein und anschliessenden Cognac oder Baileys nach Wahl.

Der Kapitän rollte zur Startbahn und sagte : Jetzt geht’s los, jipppiiiiieeehhhhh

Alle Fluggäste fingen lauthals an zu lachen und applaudierten ;o))

Der Flug war sehr ruhig und schon begann die Freude auf den Urlaub

Embudu Village:

Da wir die Ankunftskarten schon direkt nach der Ankunft auf dem Flughafen ausgefüllt hatten, ging das einchecken sehr schnell. Wir haben dort den Bungi 72 bekommen, unsere Bekannten waren direkt nebenan in 73.

Die Zimmer sind zweckmässig eingerichtet. Ein Doppelbett mit sehr harten Matratzen :o(( , ein Nachttisch, Schreibtisch mit Stuhl, Kühlschrank, Klimaanlage, Kofferablage und Kleiderschrank.Das Bad ist groß mit Dusche und Toilette. Vor dem Bungi gab es 2 Stühle und einen kleinen Tisch. Des Weiteren ist vor jedem Bungi eine Wäscheleine mit Wäscheklammern befestigt. Die Handtücher wurden jeden Tag gewechselt, obwohl wir sie nicht auf den Boden gelegt haben. Wir sind der Meinung dass das nicht nötig ist. Zuhause benutzen wir auch ein Handtuch länger als einen Tag. Die Mücken waren auch sehr gut vertreten. Weder Autan noch das indonesische Off haben geholfen. Wir waren beide sehr sehr zerstochen.

Wir hatten Vollpension gebucht und haben es geschafft in den 2 Wochen jeder 2 Kg zuzunehmen. Das Essen war sehr gut, für jeden ist immer irgend etwas dabei. Das Abendbuffet wechselte jeden Tag mit verschiedenen Themenabenden. Das Frühstück war nicht so nach meinem Geschmack, liegt aber daran das ich keinen süssen Zahn zum Frühstück habe. Bin da eher der Wurst Liebhaber. Habe dann jeden morgen Brot mit Käse und Rührei gegessen.

Alle Angestellten waren immer sehr nett und aufmerksam, vom Kofferträger über Roomboy bis zum Kellner. Die Insel an sich ist sehr schön, und kann in sehr kurzer Zeit umrundet werden.

Was uns missfiel, war die Tatsache dass der Staffbereich nur mit Planen vom Gästebereich abgetrennt war. Im Inselinnern gibt es Bungis die mit blauweißen Planen abgedeckt wurden damit die Gäste nicht die Staff zu sehen bekamen.

Des Weiteren sind die Wasserbungis nicht zu empfehlen. Kein direkter Zugang zum Meer, direkt am Bootssteg, vor der Tauchbasis und ein Abwasserrohr geht auch unter den Wasserbungis direkt ins Meer.

Der Geruch dort war übelst. Des Weiteren sind direkt hinter der Tauchschule die Generatoren der Insel untergebracht, und der Lärm ist ganz schön laut. Wenn ich dort nen Wasserbungi bewohnt hätte, hätte ich mich schon geärgert so viel Geld dafür auszugeben.

Getränke Preise auf der Insel werden alle in Rufia berechnet und bei Abrechnung in US Dollar umgerechnet.

Cola, Fanta, Sprite alle 0,3 ltr =  28 Rufia

Bier 0,3 ltr     = 45 Rufia

Glas Wein    =  38 Rufia

Fl. Wasser 1,5 ltr   =  24 Rufia

Mai Tai Cocktail   =  70 Rufia

Cubra Libre Cocktail   =  70 Rufia

Am Abend der Ankunft gibt es eine kurze Einführung der Tauchbasis zum Tauch bzw. Schnorchel verhalten. Das man sich über die Strömung erkundigen soll und niemals ohne Flossen zum Schnorcheln gehen soll. Die einzige Apotheke gibt es auch nur an der Tauchbasis.

Tauchbasis:

Wie schon bekannt kann man erst einen Tag nach Ankunft dort einchecken. Dieses geht nur um 10.30 Uhr Man füllt den obligatorischen PADI Zettel mit Haftungsausschluss aus, zeigt sein Brevet und TTU, sagt wie viel TG man hat und schon bekommt man dort eine Netztasche für sein Gerödel in die Hand gedrückt. Danach wird der Checkdive durchgeführt. Wer mehr als 30 geloggte TG hat, darf allein mit Buddy vom Boot aus und am Hausriff tauchen gehen.

Es gibt 2 Waschbecken für Anzüge, Jackets und Regler. Die Anzüge werden zum trocknen auf Bügel gehängt. Für die Jackets und Regler gibt es im Kompressorraum genügend Ablagefläche bzw. Regal in denen man alles verstauen kann. Flossen, Maske etc werden in der Netztasche aufbewahrt. Da dieser Raum von morgens bis abends offen war, haben wir unsere Regler immer wieder mitgenommen. Es gibt nur Luft in 10 ltr. Flaschen, Nitrox kostet pro Flasche 3 Euro Zuschlag dafür bekommt man aber auch ne 12 ltr. Flasche.

Apropos Hausriff, wir waren sehr enttäuscht vom Hausriff. Nach 3 TG dort war für uns Schluss mit Hausrifftauchen. Vieles ist total kaputt, man sieht hier sehr deutlich das El Ninjo und nicht tarierfähige Taucher zugeschlagen haben. Wir sind auch schnorchelnder Weise unterwegs gewesen. Von Muränen, Napoleons über Schildkröten ist alles am Hausriff vertreten. Schwarzspitzenriffhaie, Mantas, Adlerrochen und Mobulas haben wir beim schnorcheln gesehen. Das Schnorcheln ist dort echt klasse. Beim tauchen am Hausriff haben wir ausser Muränen jedoch nur die üblichen verdächtigen wie Papageienfische, Füsseliere und die lustigen Nasendoktorfische gesehen. Kaum Schnecken, wenn mal eine da war dann war es ne Warzenschnecke. Leider keine der schönen Prachtsternschnecken.

Jeden Abend wurden für den nächsten Tag die Tauchgänge ausgehängt die angefahren werden. Man muss sich nicht in Listen eintragen, sondern muss nur zur angeschlagenen Zeit in der Basis sein um sein Gerödel zu packen und dann zum Boot gehen.

An Bord sucht man sich ein Plätzchen und wartet bis die Crew das Gerödel bringt. Dann geht die Ruferei los, wer hat diese Flasche wer hat jene Flasche. Wer hat die Tasche mit der Nummer x und wem gehört die Tasche mit der Nummer y. Für unsere Begriffe sehr sehr umständlich. Fest zugewiesene Kisten in denen man sein Gerödel verstaut wäre vorteilhafter.

Der Ablauf sieht wie folgt aus: Flasche an der Basis nehmen, wichtig Nummer merken, Jacket befestigen, Regler dran und Druck prüfen. Regler wieder ab, Flasche mit Jacket auf eine Karre stellen lassen, Regler in Netztasche verstauen und auf die andere Karre legen. Blei auf die Karre legen auf der auch die Taschen verstaut werden. Dann zum Boot gehen und warten bis das Gerödel kommt. Wenn das Gerödel am Boot angekommen ist, wird die Flaschennummer gerufen. Man reagiert und die Crew stellt einem die Flasche mit Jacket dort ab wo gerade Platz ist. Dann werden die Taschen nach gleichem Muster verteilt.

Tauchplatz wird angefahren, einer der Guides prüft die evtl. vorhandene Strömung. In der Zeit zieht man sich komplett an und wartet bis der Guide wieder da ist. Erst dann gibt es ein Mini Briefing!!! Wohlgemerkt man sitzt komplett angerödelt in der Hitze auf dem Boot und wartet das endlich gebrieft wird und man ins Wasser kann.

Dann kommt die Frage ob noch Fragen wären, nicht-gut dann ab ins Wasser. Ohne Worte!!!

Nachdem der TG beendet wurde und man an Bord zurück ist bekommt man direkt und unmittelbar eine Tasse heissen Tee. Egal ob man noch im Anzug steckt oder gerade nen Handtuch sucht.

Die Crew an Bord ist vollkommen o.k., die Jungs machen Ihren Job und zwar genau so wie man es Ihnen sagt. Nicht mehr und nicht weniger.

Wenn man zur Basis kommt und es ist halt gerade mal keine Öffnungszeit dann sollte man es nicht wagen jemanden von der Crew anzusprechen. Wenn Blicke töten könnten, hätte ich diesen Bericht nicht schreiben können.

Von Kundenorientiertheit ist man hier Meilenweit entfernt. Das ist die erste Tauchbasis in der wir wirklich als Nummer behandelt wurden und nicht als zahlender Kunde.Man wird dort auch unter der Zimmernummer geführt, Herren sind Zimmer Nr. plus A und Damen sind Zimmer Nr. plus B.

Wir haben dann doch noch jeder 10 TG dort gemacht. Vor allem der Manta Point am Lankan Reef war total klasse. Jede menge Mantas und auch 2 Mobulas ließen sich dort putzen.

Was für uns jedoch total unverständlich ist, das man sich dort am Manta Point ins Riff legen muss. Überall wird der Riffschutz groß geschrieben, aber dort leider nicht.Wir waren nur froh dass wir lange Anzüge mithatten. Andere die mit Shorty getaucht sind haben ordentlich Blessuren an den Beinen und den Armen davon getragen.

Kurz vor unserer Abreise sprachen wir mit jemanden von der Tauchbasis um unseren Unmut über die Organisation kundzutun. Wir hatten keine Chance.Er war von sich und seiner Tauchbasis so überzeugt dass er keine Kritik zuließ.

Als wir unsere Rechnung beglichen hatten, wurden wir auch nicht gefragt ob es uns gefallen hätte oder ob wir beabsichtigen mal wieder zu kommen.

Man kann den Eindruck haben, dass man es nur auf das Geld der Urlauber abgesehen hat.

Fazit:

Insel ist sehr gut, essen ist für jeden etwas dabei, Superior Bungalows sind gut. Wir werden diese Insel aufgrund der Tauchbasis nicht mehr besuchen. Dieser Reisebericht gibt unsere persönliche Meinung wieder es wird sicher andere Leute geben denen die Tauchbasis zusagt.